„Agrarsysteme der Zukunft“ goes Brussels

Netzwerken mit Europa

08.09.2020

Um die Aktivitäten der BMBF-Fördermaßnahme „Agrarsysteme der Zukunft“ mit den europäischen Netzwerken und deren Akteure besser zu verbinden, fand am 03. September 2020 der Online-Workshop „Building Networks“ statt. Organisiert wurde dieser vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung Müncheberg (ZALF), unterstützt durch das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) sowie das europäische Netzwerk BIOVOICES.

Ziel dieses Workshops war es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Forschungskonsortien und unterschiedlichen Akteur*innen in den Bereichen Politikformulierung, Forschungsförderung, Forschungs- und Transfernetzwerke sowie agrarpolitischer Interessenvertretung zu stärken. Damit erhalten die Konsortien zugleich die Möglichkeit, ihrer Forschung eine bessere europäische Sichtbarkeit zu verleihen.

Wichtige Ansatzpunkte für das weitere Handeln lieferten zu Beginn mehrere Impulsvorträge. Peter Wehrheim, Leiter des Referats „Food Systems and Bioeconomy“ der Europäischen Kommission in Brüssel, gab eine Einführung in die aktuellen Entwicklungen der Bioökonomie Strategien auf europäischer Ebene. Die Nationale Kontaktestelle Lebenswissenschaften/Bioökonomie vertreten von Dr. Jill Ebert und Mareike Schmitt von KoWi (Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen) zeigte neben unterschiedlichen europäischen Plattformen der Bioökonomie auch Möglichkeiten der Beteiligung bei der Konzipierung von europäischen Forschungs- und Innovationsprogrammen auf. Susanna Albertini vom European Bioeconomy Network (EuBioNet) stellte die Arbeit ihres Netzwerks vor und machte auf die hohe Relevanz von Wissensaustausch für das Voranbringen der Bioökonomie aufmerksam. Chiara Pocaterra vom Mitorganisator Netzwerk BIOVOICES stellte die Arbeit dieser Multi-Stakeholder Plattform vor sowie die Chancen und Herausforderungen, die damit einhergehen. Udo Hemmerling, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, legte die Perspektive der Landwirt*innen dar und skizzierte aktuelle politische Entwicklungen in Brüssel.

Im Anschluss an die Vorträge bestand die Möglichkeit, sich intensiv in kleineren Gruppen mit den unterschiedlichen Akteur*innen auszutauschen und zu vernetzen. Dabei standen besonders Fragen von Beteiligungsmöglichkeiten an europäischen Programmen sowie die Sichtbarkeit der Forschungsprojekte über die nationale Ebene hinaus im Fokus der Diskussion.

Auch die aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen von COVID-19 beschäftigten das Expert*innenteam. Diese brächten, so Chiara Pocaterra, neben allen Einschränkungen auch Vorteile für den wissenschaftlichen Austausch. So konnten auf Grund der neuen online-Formate bereits mehr Akteur*innen erreicht und somit in Strategieprozesse involviert werden. Dies zeigte die Relevanz eines diversen Veranstaltungsangebots aus persönlichen sowie virtuellen Workshops, um möglichst viele verschiedene Akteur*innen zu erreichen. 

„Durch den Austausch der vielseitigen Perspektiven konnte der Online-Workshop einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Dialog zwischen den Konsortien und Europa auszubauen“, so apl. Prof. Dr. Weith vom ZALF. Nun wird es wichtig sein, dies in den zukünftigen Arbeitsplanungen konkret zu berücksichtigen und eine Verstetigun