RUN

Nährstoffgemeinschaften für eine zukunftsfähige Landwirtschaft

Ressourceneffizienz erhöhen…

Ein effizienter und schonender Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ist für eine nachhaltige Zukunft im Sinne bioökonomischer Prinzipien unumgänglich. Um dies zu erreichen wird sich auch die Agrarwirtschaft einem fundamentalen Wandel unterziehen müssen. Die Rückgewinnung von Nährstoffen aus Bioabfällen und häuslichem Abwasser für die Herstellung sicherer Düngemittel kann ein Teil der Lösung darstellen. Jedoch mangelt es noch an den dafür nötigen Verfahren sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz.

... und Nährstoffkreisläufe schließen

Ziel des Projektes RUN (für Rural Urban Nutrient Partnership) ist es, Nährstoffkreisläufe zwischen städtischen und ländlichen Regionen zu schließen. Dazu verknüpft RUN die Entwicklung neuer und innovativer Technologien, die Analyse von Stoffstrom-Modellen, systemische Szenarienanalysen, und sozialwissenschaftlich-partizipative Methoden miteinander. Nährstoffe aus Bioabfällen und Abwasserströmen sollen zurückgewonnen und für die Produktion sicherer und wirksamer Design-Düngemittel für die Agrarwirtschaft verwendet werden. Kernelement ist dabei, dass zwischen Landwirt*innen und Stadtbewohner*innen Nährstoffgemeinschaften eingegangen werden, die das Potenzial haben, eine nachhaltige Kreislaufschließung in der Gesellschaft zu verankern.

Der RUN Stoffkreislauf
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Ein Reallabor für Experimente unter Echtzeitbedingungen

Im Verlauf des Projektes ist der Aufbau einer großtechnischen Pilotanlage in einem städtischen Wohnquartier in Heidelberg geplant. Neue Technologien sollen so unter Echtzeitbedingungen und der Beteiligung verschiedener Akteure erprobt werden können. Ziel ist es, im Rahmen der Pilotanlage die Umsetzung der Nähstoffrückgewinnung aus der Stadt in einem kurzen Kreislauf in die Landwirtschaft zu demonstrieren. Ein zusätzlicher eingerichteter Erfahrungsraum soll die Forschung von RUN für Bürger*innen  erlebbar und begreifbar machen. Hier werden von der Nährstofferzeugung in den Haushalten bis zur Wiederverwendung in der Landwirtschaft alle Aspekte im Nährstoffrecycling dargestellt und vermittelt. Damit langfristig gesellschaftlich tragfähige Lösungen generiert werden können, widmet sich die sozialwissenschaftliche Komponente des Projektes möglichen Bedürfnissen, Anforderungen oder Hemmnissen gegenüber Produkten aus recycelten Abfällen und Abwässer und sorgt für einen stetigen Austausch zwischen allen Beteiligten.

Das RUN-Reallabor
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RUN Erklärfilm Teil 3

Koordinator
Dr.-Ing. Sebastian Schmuck
Universität Stuttgart
Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft

Bandtäle 2
70569 Stuttgart
Tel.: +49 (0) 711 685 65500
E-Mail: sebastian.schmuck@iswa.uni-stuttgart.de

www.run-projekt.de

Projektpartner
Universität Stuttgart

  • Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
  • Institut für Landschaftsplanung und Ökologie

TU Kaiserslautern

  • FG Ressourceneffiziente Abwasserbehandlung

Universität Hohenheim

  • Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre
  • Institut für Kulturpflanzenwissenschaften
  • Forschungszentrum "Global Food Security and Ecosystems"

Universität Heidelberg

  • Max-Weber-Institut für Soziologie, Centrum für soziale Investitionen und Innovationen

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

  • Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse

Hochschule Trier

  • Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Umwelt-Campus Birkenfeld

Industriepartner

  • iat Ingenierberatung für Abwassertechik GmbH, Stuttgart

Assoziierte Partner

  • Johann Heinrich von Thünen-Institut Braunschweig, Institut für Agrartechnologie