Agrarsysteme der Zukunft

Gemeinsam gestalten

Visionen

für die Agrarsysteme der Zukunft

Die nachhaltige Gestaltung der Agrarproduktion ist eine der zentralen Menschheitsaufgaben des 21. Jahrhunderts. Um neue Wege in der Agrarwirtschaft zu ebnen, erforschen und erproben sechs vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte inter- und transdisziplinäre Forschungskonsortien innovative Ansätze für die Agrarsysteme der Zukunft.

«Agrarsysteme der Zukunft»

beim 20-jährigen Jubiläum von Leibniz in Brüssel

Von Digitalisierung und KI über Biodiversität und Ernährungsforschung bis hin zu Algenproduktion und Mixed Reality: Beim 20-jährigen Jubiläum des Europa-Büros der Leibniz-Gemeinschaft in Brüssel präsentierten die «Agrarsysteme der Zukunft» gemeinsam mit den Konsortien DAKIS und food4future vielfältige Ansätze für die Agrar- und Ernährungssysteme von morgen.

Am 1. September 2026 feierte die Leibniz-Gemeinschaft unter dem Titel „Celebrating 20 Years Leibniz in Brussels“ das 20-jährige Bestehen ihres Europa-Büros. In der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel kamen Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um über die Rolle von Forschung und Innovation für Europas Zukunft zu diskutieren.

Mit dabei waren auch die «Agrarsysteme der Zukunft»  mit den Konsortien DAKIS – Digitales Wissens- und Informationssystem für die Landwirtschaft und food4future (f4f). Präsentiert wurden die Forschungsaktivitäten durch die beteiligten Leibniz-Institute Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF).

„Theoria cum praxi“ – Forschung für Europas Zukunft

Eröffnet wurde der Jubiläumsabend von Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, und Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

In der Keynote von Prof. Dr. Irene Bertschek, Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), und der anschließenden Podiumsdiskussion „Theoria cum praxi: Competitiveness, Sovereignty, and Society in Transition“ stand eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie können Forschung und Innovation Europas Wettbewerbsfähigkeit, technologische Souveränität und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?

Mit Prof. Dr. Barbara Sturm, Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft und Wissenschaftliche Direktorin des ATB, war dabei auch die Agrar- und Bioökonomieforschung auf dem Podium vertreten.

Der anschließende Empfang mit einer Ausstellung ausgewählter Leibniz-Forschungsaktivitäten bot die Gelegenheit, Forschung konkret erlebbar zu machen und mit Vertreter aus Wissenschaft, Politik und dem europäischen Forschungs- und Innovationsumfeld ins Gespräch zu kommen.

Agrar- und Ernährungssysteme der Zukunft sichtbar machen

DAKIS rückte mit seiner Posterpräsentation aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze bei der Digitalisierung von Agrarsystemen in den Mittelpunkt und zeigte, welche Rolle digitale Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft spielen können. food4future präsentierte mit einem Algenreaktor neue Perspektiven auf die ressourcenschonende Produktion alternativer Lebensmittelressourcen und ließ die Besucher mit der Mixed-Reality-Anwendung „Food Visions“ in mögliche Ernährungszukünfte eintauchen. Auch die beteiligten Leibniz-Institute brachten ihre Forschung anschaulich nach Brüssel: Das IGZ präsentierte im Rahmen von food4future den Algenreaktor, das DIfE machte mit dem Veggie Meter® Ernährungsforschung unmittelbar erfahrbar, das ATB zeigte ein KI-basiertes Bildverarbeitungsprogramm zur Erkennung von Biodiversitätsindikatoren anhand von Drohnenaufnahmen, und das ZALF brachte seine Expertise im Rahmen von DAKIS und der Digitalisierung nachhaltiger Agrarsysteme ein.*

Ein besonderes Highlight des Abends war die Mixed-Reality-Anwendung von food4future: Auch Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, ließ es sich nicht nehmen, die VR-Brille aufzusetzen und selbst die Zukunftsräume von „Food Visions“ zu erkunden.

food4future-Koordinatorin Prof. Dr. Schreiner fasste den Ansatz zusammen: „Mit food4future betreiben wir die richtige Balance zwischen Forschung, Anwendung und Ernährungssicherung. Mit immersiven Technologien haben wir einen echten Deep Dive in unsere Forschung ermöglicht.“

Gemeinsam Forschung in Europa präsentieren

Vom digitalen Agrarsystem über KI-gestütztes Biodiversitätsmonitoring und Ernährungsforschung bis hin zu alternativen Lebensmittelressourcen und Mixed Reality zeigte der gemeinsame Auftritt in Brüssel die thematische Vielfalt der «Agrarsysteme der Zukunft» .

Poster, Demonstratoren und interaktive Anwendungen boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche und machten deutlich, wie unterschiedlich die wissenschaftlichen Wege zu resilienteren und nachhaltigeren Agrar- und Ernährungssystemen sein können.

Das Jubiläum bot dabei einen besonderen Rahmen, um die Forschungsansätze der Agrarsysteme der Zukunft im europäischen Kontext sichtbar zu machen, neue Kontakte zu knüpfen und mit Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Innovation über den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu diskutieren.

Wir bedanken uns bei der Leibniz-Gemeinschaft, der Landesvertretung Baden-Württemberg in Brüssel und allen Beteiligten für einen gelungenen Jubiläumsabend, die inspirierende Podiumsdiskussion und die vielen spannenden Gespräche und Begegnungen.

Wir freuen uns, dass die «Agrarsysteme der Zukunft» gemeinsam mit DAKIS, food4future, IGZ, ATB, DIfE und ZALF Teil dieses besonderen Abends sein konnten.

Transformation systemisch denken

vom Hof bis zum Teller - und zurück

Innovative Ansätze

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