Wie gelingt es, Forschung schneller in die Anwendung zu bringen? Beim FONA-Forum 2026 zeigten die «Agrarsysteme der Zukunft», wie innovative Technologien, interdisziplinäre Forschung und gesellschaftlicher Dialog dazu beitragen, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme zu gestalten.
Am 24. und 25. Juni 2026 fand im Futurium Berlin und online das FONA-Forum 2026 unter dem Motto „Wissen.Wohlstand.Wandel – Forschung mit Impact“ statt. Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über die Zukunft der Nachhaltigkeitsforschung und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu diskutieren. Anlass des Forums war der Start der Umsetzung der neuen FONA-Strategie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), mit der Forschung für Nachhaltigkeit als integrierte Forschungs- und Innovationsstrategie bis 2030 weiterentwickelt wird.
Zur Eröffnung war Bundesforschungsministerin Dorothee Bär zu Gast. Sie betonte: „Forschung muss schneller in die Anwendung kommen.“ Dieses Ziel verfolgen auch die ««Agrarsysteme der Zukunft» (AdZ). „Die geförderten AdZ-Konsortien arbeiten gezielt daran, Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen und Innovationen für nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme anwendungsnah weiterzuentwickeln“ so Prof. Schreiner von der Zentralen Koorinierungsstelle AdZ. Auf dem FONA-Forum präsentierten die «Agrarsysteme der Zukunft dazu Exponate und Demonstratoren, die den Transfer ihrer exzellenten Forschung sichtbar und erlebbar machten.
Forschung für nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme
Mit den Konsortien DAKIS, food4future und CUBES Circle waren drei Forschungsverbünde der Fördermaßnahme «Agrarsysteme der Zukunft» auf dem FONA-Forum vertreten. Sie gaben Einblicke in ihre aktuelle Forschungsarbeiten und zeigten innovative Lösungsansätze für nachhaltige und resiliente Agrar- und Ernährungssysteme. Sie wurden unterstützt durch die Zentrale Koordinierungsstelle von AdZ.
Die Besucher konnten unter anderem Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen sowie KI-gestützte Lösungen erleben. Die Exponate verdeutlichten, wie digitale Technologien und interdisziplinäre Forschung dazu beitragen können, Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Biodiversitätsverlust und Ernährungssicherheit zu entwickeln und Forschungsergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen anschaulich zu vermitteln.
Forschung mit Wirkung
Im Modul FONA Impact verfolgt die neue FONA-Strategie explizit das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in konkrete Anwendungen zu überführen und nachhaltige Innovationen zu stärken. Diesem Anspruch folgen auch die «Agrarsysteme der Zukunft»: Die geförderten AdZ-Konsortien verbinden biologische und technische Forschung mit digitalen Innovationen, neuen Produktionssystemen und praxisnahen Demonstratoren. So entstehen Lösungen, die gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weiterentwickelt und perspektivisch in die Anwendung gebracht werden können.
Das FONA-Forum bot dafür den passenden Rahmen. Die vorgestellten Exponate machten deutlich, wie Forschung nicht nur neues Wissen schafft, sondern auch Impulse für nachhaltige Wertschöpfung, resiliente Innovationsökosysteme und den gesellschaftlichen Dialog liefert. Gleichzeitig eröffnete die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum Austausch mit Akteur aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
„Wir freuen uns, dass wir mit den «Agrarsystemen der Zukunft» einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Agrar- und Ernährungssysteme leisten können. Hier wird Transformation konkret gelebt, um die Herausforderungen Von heute und morgen zu bewältigen“, so Prof. Thomas Weith von der Zentralen Koordinierungsstelle.